San Quentin Manhunt ist der dritte Antritt von Nolimit City in der eigenen Gefängnis-Reihe. Ich lese ihn hier konsequent gegen San Quentin 2: Death Row, den Vorgänger aus derselben Serie. Nolimit City hat für Manhunt die Kameraperspektive gedreht: Statt der bodennahen Sicht früherer Teile blickt man jetzt aus der Vogelperspektive auf das Gelände herunter, fast wie eine Drohne über dem Zellenblock. Gespielt wird auf einem 6x5 Raster mit 30 Positionen, von denen im Grundspiel zunächst 18 freigeschaltet sind. Eine Gewinnkombination entsteht erst, wenn 7 oder mehr gleiche Symbole zusammenhängend im Feld liegen, danach verschwinden die beteiligten Symbole und neue fallen nach. Nolimit City selbst beschreibt Manhunt als Titel, der gegenüber der Serie an Komplexität zulegt, mit mehr beweglichen Teilen, die zusammenspielen müssen, damit eine Runde wirklich etwas bringt. Gesetzt wird zwischen 0,20 und 100 Euro, bei einer Trefferquote von 1 zu 281 und einer Volatilität von 10 von 10, dem Höchstwert auf der eigenen Skala.
Grafik und Sound
Die Vogelperspektive ist die auffälligste Änderung gegenüber Death Row, wo die Kamera näher am Geschehen saß. Aus der neuen Distanz wirkt der Zellenblock wie ein Schachbrett, über das die Häftlingssymbole ziehen, während die niedrigeren Symbole, Toilettenpapier, Handschellen, ein Messer, Gläser und Seife, den Gefängnisalltag illustrieren. Zur musikalischen Umsetzung nennt Nolimit City keine eigenen Werte, ich kann dazu also nichts behaupten, was sich nicht am Bildschirm nachprüfen ließe. Was bleibt, ist ein Bild, das die Distanz zum Vorgänger sofort sichtbar macht, ohne dass sich am Grundprinzip der Serie etwas ändert.

Features im Detail
Im Grundspiel trägt jede Position im Raster ihren eigenen Wert über die Multiplier Blocks. Ist eine Position Teil eines Gewinns, wird sie von xSplit getroffen oder durch Cell Search erfasst, verdoppelt sich ihr Multiplikator, bis maximal x128. Cell Search greift genau dann ein, wenn eine Drehung keinen Gewinn bringt: Es sammelt das niedrigste Objektsymbol ein, verdoppelt die bereits gesammelten Multiplikatorwerte und wird danach zum Wild. Landet ein Scatter im Grundspiel, löst das den Guard Tower Bonus aus, der die Enhancer Cells auf dem betroffenen Reel öffnet und dort ein Häftlingssymbol oder ein anderes Feature-Symbol freilegt, den Scatter ausgenommen. xWays wandelt eine Position in zwei bis vier Kopien desselben Symbols. Treten mehrere xWays gleichzeitig auf, zeigen sie immer dasselbe Symbol. Yard Dealer wählt ein Objektsymbol aus, hebt es auf ein höher zahlendes Symbol an und wird danach selbst zum Häftlingssymbol. Cake Buster wandelt eine Position in ein Wild, sobald keine gesperrten Positionen mehr übrig sind. Jede dieser Modifikationen für sich ist klein, doch sie greifen ineinander und dieses Ineinandergreifen ist genau der Punkt, an dem Manhunt gegenüber dem Rest der Serie an Komplexität zulegt.

Die Bonusrunde
Wer die Bonusrunden aus Death Row im Kopf hat, findet in Manhunt keine einzelne Freispielrunde, sondern zwei gestaffelte Stufen mit jeweils eigenem Kaufpreis. Die zwei zentralen Bonusrunden entscheiden sich an der Zahl der Scatter. Drei Scatter lösen die Sewer Escape Spins aus, sechs Freispiele, in denen jede gesperrte Position einen zufälligen klebrigen Multiplikator zwischen x2 und x16 erhält, während die im Grundspiel freigeschalteten Enhancer-Zustände und die Werte der Multiplier Blocks erhalten bleiben, gedeckelt bei x128. Vier Scatter lösen die Manhunt Spins aus: gleiche Grundmechanik wie bei den Sewer Escape Spins, nur dass der Deckel für die Multiplier Blocks auf x512 steigt und zusätzlich Eck-Enhancer-Zellen freigeschaltet werden, sobald alle gesperrten Positionen in ihrer jeweiligen Ecke offen sind. Wer die Sewer Escape Spins direkt kaufen will, zahlt das 100fache des Einsatzes, für die Manhunt Spins sind es 500fache. In Manhunt liegt die große Auszahlung fast ausschließlich in der oberen der beiden Freispielrunden. Wer nicht kaufen will, braucht vier Scatter in einer Drehung, kein leichtes Ziel bei einer Trefferquote von 1 zu 281 für gewöhnliche Gewinne. Daneben steht Lucky Draw als reine Kauf-Option für das 300fache des Einsatzes, ohne einen Weg, sie im normalen Spiel zu erreichen. Die übrigen Kaufoptionen fasst Nolimit City unter dem Namen Nolimit Boosters zusammen. Bonus Booster kostet das 2,5fache und garantiert mindestens einen Scatter. 2x Bonus Booster kostet das 10fache und garantiert mindestens zwei Scatter. Open x64 Booster kostet das 150fache, garantiert zwei Scatter und startet alle freigeschalteten Positionen mit x64. All x128 Booster kostet das 3000fache, garantiert zwei Scatter und setzt den Startwert auf sämtlichen Positionen, gesperrt und offen, auf x128. Zwischen dem 2,5fachen und dem 3000fachen Einsatz liegt eine breite Preisspanne. Nur die obersten beiden Stufen bringen wirklich etwas Greifbares an Startkapital. Der Rest ist vor allem eine schnellere Art, an einen Scatter zu kommen.
Fazit
Am Ende bleibt Manhunt für mich hinter San Quentin 2: Death Row zurück, nicht weil die Mechanik schlecht wäre, sondern weil der große Gewinn zu stark an die 500fache Manhunt Spins gebunden ist und der Weg dahin ohne Kauf lang sein kann. Balancing steht bei 6,5, die Multiplier Blocks tragen das Grundspiel gut, weil jede Position ihren eigenen Wert aufbaut und dieser Wert über Cell Search auch in ruhigen Phasen weiterwächst, aber der große Ausschlag bleibt der teuren Runde vorbehalten. Spielgefühl steht bei 5: Multiplier Blocks, Enhancer Cells, Cake Buster, xWays, xSplit, Yard Dealer und Cell Search greifen im Grundspiel gleichzeitig ineinander, dazu kommt mit Lucky Draw, Bonus Booster, 2x Bonus Booster, Open x64 Booster und All x128 Booster eine ganze Kaufliste an Nolimit Boosters. Das ist viel auf einmal, aber jede einzelne Mechanik hat einen klaren, einzelnen Auslöser, Cell Search greift nur ohne Gewinn, Cake Buster nur ohne gesperrte Positionen, Nolimit City baut hier verschachtelt, nicht unverständlich. Bonus steht bei 6, die Sewer Escape Spins ab drei Scattern sind ein realistisches Zwischenziel, während die große Auszahlung fast ausschließlich den Manhunt Spins ab vier Scattern vorbehalten bleibt, entweder über einen seltenen natürlichen Trigger oder den 500fachen Kaufpreis. Originalität steht bei 5, Nolimit City beschreibt Manhunt selbst als Mischung aus San Quentin und Duck Hunters, zusammengesetzt in neuer Kameraperspektive, das ist ein sauberer Nachfolger, keine eigenständige Idee. Potenzial steht bei 8, 46.532x der Einsatz bei einer Volatilität von 10 von 10 ist ein Wert, der zur höchsten Volatilitätsstufe ehrlich passt. Varianz-Ehrlichkeit steht bei 7,5, die Trefferquote von 1 zu 281 und die maximale Volatilitätsstufe decken sich mit dem zähen, auf wenige große Treffer ausgelegten Ablauf.
Gegenüber Death Row ist Manhunt damit ein Fall von Erweiterung, kein Neuanfang. Für Fans der Reihe lohnt sich der dritte Teil durch die zusätzlichen Kaufoptionen und die feinere Steuerung über Bonus Booster, für alle anderen bleibt es ein Slot, der sein bekanntes Fundament kaum verlässt. Insgesamt reicht das für eine 6,0. Vor dem Einsatz mit echtem Geld lohnt sich ein Blick in die Spielinfo, denn Nolimit City führt für Manhunt drei RTP-Stufen zwischen 92,07% und 96,15% und nur die höchste zahlt sich auf Dauer wirklich aus.
Stärken und Schwächen
- Solider RTP von 96,15% in der Standardversion
- Hohes Gewinnpotenzial mit 46.532x Max Win
- Freispiele verfügbar
- Bonus Buy verfügbar
- 6 verschiedene Bonus-Features im Spiel
- Die große Auszahlung liegt fast ausschließlich in den Manhunt Spins, die ohne Kauf vier Scatter in einer Drehung brauchen, ein seltenes Ereignis bei einer Trefferquote von 1 zu 281 für gewöhnliche Gewinne.
- Nolimit City staffelt den RTP in drei Stufen zwischen 92,07% und 96,15%, weshalb ich vor jedem Echtgeld-Einsatz einen Blick in die Spielinfo empfehle.
- Der All x128 Booster kostet das 3000fache des Einsatzes und liegt damit außerhalb dessen, was für die meisten Spieler eine sinnvolle einzelne Drehung ist.
Das Urteil
Wie die Note zustande kommt
- Balancing25%
- 6,5
- Bonus20%
- 6
- Spielgefühl20%
- 5
- Originalität15%
- 5
- Potenzial10%
- 8
- Varianz-Ehrlichkeit10%
- 7,5
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Häufige Fragen
Wie hoch ist der RTP von San Quentin Manhunt?
Nolimit City nennt für San Quentin Manhunt drei RTP-Stufen, 96,15%, 94,13% und 92,07%. Vor dem Einsatz mit echtem Geld lohnt sich ein Blick in die Spielinfo, um zu sehen, welche Version dort hinterlegt ist.
Wie unterscheidet sich San Quentin Manhunt von San Quentin 2: Death Row?
Nolimit City hat die Kameraperspektive auf eine Vogelperspektive gedreht und das Grundspiel um die Multiplier Blocks und die Enhancer Cells erweitert. Das Ergebnis ist ein komplexeres System, aber keine neue Grundidee gegenüber der Serie.
Ab welchem Einsatz kann ich San Quentin Manhunt spielen?
Der Einsatz reicht von 0,20 bis 100 Euro pro Drehung, unabhängig von den separaten Kaufpreisen für Sewer Escape Spins, Manhunt Spins und die übrigen Nolimit Boosters.
Was passiert bei 3 oder 4 Scattern?
3 Scatter lösen die Sewer Escape Spins mit 6 Freispielen und Multiplikatoren bis x16 aus. 4 Scatter lösen die Manhunt Spins aus, in denen die Multiplier Blocks bis x512 steigen können.
Lohnt sich der Bonus Buy bei San Quentin Manhunt?
Das kommt auf die Stufe an. Lucky Draw für das 300fache oder die günstigeren Nolimit Boosters wie Bonus Booster und 2x Bonus Booster verschaffen eher eine Ausgangslage als eine Garantie auf den großen Gewinn, der im Wesentlichen den Manhunt Spins vorbehalten bleibt.














