Was Volatilität aussagt
Die Volatilität beschreibt, wie sich die Gewinne eines Slots über die Zeit verteilen. Hoch bedeutet lange Durststrecken und selten einen großen Treffer. Niedrig bedeutet häufige kleine Gewinne. Der RTP sagt, wie viel zurückfließt. Die Volatilität sagt, wie holprig der Weg dorthin ist.
Volatilität und RTP haben nichts miteinander zu tun
Das steht in jedem Erklärtext als Behauptung. In unserem Testfeld lässt es sich nachrechnen und das Ergebnis ist deutlicher, als wir erwartet hatten.
Wir haben die Slots nach der Volatilitätsangabe des Herstellers gruppiert und für jede Gruppe den mittleren Wert gebildet. Die hochvolatilen Slots kommen auf 96,08 Prozent. Die mittelvolatilen auf 96,20. Die niedrigvolatilen auf 96,11. Zwischen den Gruppen liegen also Bruchteile eines Prozentpunkts, während sich das Spielgefühl fundamental unterscheidet.
Wer einen hochvolatilen Slot wählt, zahlt dafür also keine schlechtere Quote. Er bekommt dieselben rund 96 Prozent, nur in einer anderen Verpackung. Der eine Slot verteilt sie auf tausend kleine Häppchen, der andere spart sie für wenige große Momente auf.
Die einzige Gruppe, die aus dem Rahmen fällt, sind die 7 Slots zwischen niedrig und mittel mit einem typischen Wert von 96,23 Prozent. Bei so wenigen Titeln ist das allerdings zu dünn, um daraus eine Regel zu machen.
| Volatilität | Slots | typischer RTP |
|---|---|---|
| hoch | 143 | 96,08 % |
| mittel bis hoch | 22 | 96,00 % |
| mittel | 66 | 96,20 % |
| niedrig bis mittel | 7 | 96,23 % |
| niedrig | 10 | 96,11 % |
Ruhige Slots sind fast ausgestorben
Die zweite Zahl erklärt, warum der Ratschlag "nimm einen niedrigvolatilen Slot für lange Sessions" in der Praxis oft ins Leere läuft. In unserem Testfeld tragen 10 Slots das Etikett niedrig. Das sind 10 von 252 Titeln.
143 Titel sind hochvolatil, weitere 22 liegen zwischen mittel und hoch. Zusammen sind das knapp 70 Prozent. Die Hersteller bauen inzwischen fast ausschließlich für den großen Ausschlag, weil sich Clips mit vierstelligen Multiplikatoren besser verbreiten als ein Abend mit gleichmäßigen Kleingewinnen.
Wer bewusst ruhig spielen will, muss also gezielt suchen und findet dabei überwiegend ältere Titel.
Was das für dein Budget heißt
Je höher die Volatilität, desto kleiner sollte dein Einsatz im Verhältnis zum Guthaben sein. So begrenzt du den Betrag pro Runde, ohne aus einer kurzen Spielphase auf den weiteren Verlauf zu schließen.
100 Euro Budget geteilt durch 50 Cent Einsatz ergeben rechnerisch 200 Einsätze ohne jede Rückzahlung. Tatsächliche Gewinne verändern diese Zahl, ihr Zeitpunkt lässt sich aber nicht vorhersagen. Eine feste Rundenzahl beweist deshalb weder Trefferfrequenz noch Volatilität.
Max Win als Indikator
Ohne Blick in die Spielinfo ist der Max Win ein Hinweis auf das mögliche Potenzial, aber kein Beleg für die Trefferhäufigkeit. Die Spitzenwerte in unserem Feld liegen sehr hoch, etwa Gates of Olympus Super Scatter mit dem 50.000-fachen oder Chaos Crew 3 mit dem 30.000-fachen.
Wie die Auszahlungsquote zwischen kleinen, mittleren und extrem seltenen Höchstgewinnen verteilt ist, lässt sich aus dem Max Win allein nicht berechnen. Dafür wären veröffentlichte Wahrscheinlichkeiten oder eine vollständige mathematische Dokumentation nötig.
Wie du die Volatilität erkennst
Viele Hersteller nennen sie in der Spielinfo, mal als Skala von 1 bis 5, mal als Wort. In jeder unserer Reviews steht sie ebenfalls.
Die Demo hilft dir, Regeln, Raster, Bonusfunktionen und Bedienung zu verstehen. Eine kurze Spielsitzung mit Spielgeld reicht jedoch nicht aus, um Trefferfrequenz, Bonuswahrscheinlichkeit oder Volatilität statistisch zu überprüfen.
Womit diese Angabe zu nehmen ist
Es gibt keinen Standard dafür, was hoch bedeutet. Jeder Hersteller vergibt das Etikett nach eigenem Maßstab, mal als Wort, mal als Zahl von 1 bis 5, mal als Skala bis 10. In unserem Feld tauchen alle diese Varianten auf. Für die Auswertung haben wir sie in Stufen zusammengefasst.
Ein "hoch" von Studio A ist deshalb nicht zwingend dasselbe wie ein "hoch" von Studio B. Eine unabhängige Prüfung dieser Angaben gibt es nicht und wir haben keine Möglichkeit, sie nachzumessen. Solange das so bleibt, ist die Volatilitätsangabe eine Orientierung des Herstellers und keine geprüfte Kennzahl.






